Phoenix-Situation

„ ... Die Spekulation an den Terminbörsen und mit Optionen ist nicht einfach ein Glücksspiel mit hohem Einsatz, sondern ein strategisches Spiel, bei dem Planung und Einschätzung der Chancen eine große Rolle spielen. Bewusst wird das Risiko eingegangen, den Einsatz zu verlieren. ...“

(Auszug aus dem einem Prospekt der PHOENIX Kapitaldienst GmbH)


BaFin stoppt PHOENIX-Geschäfte
Vorläufiges Insolvenzverfahren eröffnet

"Unsere gute Performance, das veränderte Anlegerverhalten und die fachliche Kompetenz unserer Vertriebspartner haben zu stetig steigenden Mittelzuflüssen geführt.“

So ein Zitat aus dem Bericht der PHOENIX Kapitaldienst GmbH für das 3. Quartal 2004.


Die PHOENIX Kapitaldienst GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main wurde am 25.05.1977 unter HRB 16418 im Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt/M. eingetragen.

Bis zur Eröffnung des vorläufigen Insolvenzverfahrens am 14.03.2005 bot sie Anlegern sogenannte Optionsgeschäfte an.
Der Handel mit Optionen zählt zu den bedingten Termingeschäften und vollzieht sich sowohl in Form börsennotierter Kontrakte, als auch außerbörslich im OTC-Markt.

Auf diese Art und Weise hat die PHOENIX Kapitaldienst GmbH nach eigenen Angaben im Jahre 2003 einen Umsatz in Höhe von 12 Millionen Euro erwirtschaftet. Laut Pressemeldungen sind von dem vorläufigen Insolvenzverfahren rund 30.000 Anleger betroffen; das Schaden soll mehr als 600 Millionen Euro betragen.

Nach einer Definition des Bundesgerichtshofs vom 22. Oktober 1994 ist ein Optionsgeschäft wie folgt beschrieben:
Inhalt eines Optionsgeschäfts ist der Erwerb oder die Veräußerung des Rechts, eine bestimmte Anzahl von Wertpapieren einer bestimmten, zum Aktienhandel zugelassenen Aktienart (underlying) jederzeit während der Laufzeit oder zu einem bestimmten Zeitpunkt der Option zu einem im voraus vereinbarten Preis entweder vom Kontrahenten (Stillhalter) zu kaufen, oder an ihn zu verkaufen. Für dieses Recht zahlt der Käufer den Optionspreis.

Grundsätzlich ergeben sich bei Optionsgeschäften 4 Grundpositionen:
(1) Kauf einer Kaufoption
(2) Verkauf einer Kaufoption
(3) Kauf einer Verkaufsoption
(4) Verkauf einer Verkaufsoption
Der Erwerber einer Kaufoption (1) bzw. Verkaufsoption (3) hat innerhalb der Optionsfrist die Möglichkeit, je nach der Kursentwicklung des dem Optionsgeschäft zugrundeliegenden underlying (Aktie, Index, Futures-Kontrakt, Währung) die Option auszuüben oder unter Hinnahme eines Verlustes in Höhe des Optionspreises auf die Ausübung zu verzichten. Ferner hat der Optionserwerber die Möglichkeit, während der Laufzeit seine Option wieder am Markt zu verkaufen.
Gehen die Kurserwartungen der Käufer von Kauf- und Verkaufsoptionen innerhalb der Optionsfrist nicht auf, begrenzt sich der aus diesem Geschäft entstehende Verlust auf den des Optionspreises.
Umgekehrte Kurserwartungen liegen bei den Verkäufern von Kauf- (2) bzw. Verkaufsoptionen (4) vor. Der Verkäufer einer Kauf- bzw. Verkaufsoption hat bei Ausübung der Option als Stillhalter zu fungieren, d. h. die entsprechenden Aktien zu liefern bzw. zu erwerben. Lässt der Optionsberechtigte die Optionsfrist ohne Erklärung der Optionsausübung verstreichen, verfällt die Option ersatzlos.


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